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Glossar (WEI - Wei)

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WEI-Wei Whi-Wil Wil-Wun Wyb-Wyb

WEIN AUS OBST
Diese Weine kommen mit der Wortverbindung der verwendeten Früchte in den Handel (z. B. Apfelwein, Ribiselwein).
Gesetzliche Bestimmungen:
In Österreich
Obstwein ist das durch begonnene oder vollendete alkoholische Gärung des Saftes oder der Maische von frischem Kern-, Stein- oder Beerenobst hergestellte Getränk. Laut Österreichischem Weingesetz zählen auch aromatisierter Obstwein, Zider (Cidre) und Obstschaumwein zur Gruppe der Obstweine.
In der Bundesrepublik Deutschland
Obst- und Beerenweine unterliegen den Bestimmungen des Weingesetzes. Der Alkoholgehalt beträgt bei dessertweinähnlichen Getränken mindestens 13 Vol.-%, nur bei Heidelbeer-Dessertwein mindestens 12,5 Vol.-%. Bei tischweinähnlichen Getränken: Beerenwein (süß oder herb) mindestens 8 Vol.-%; Apel- und Birnenwein, naturrein, mindestens 5,5 Vol.-%; Apfel- und Birnenwein mindestens 5 Vol.-%. Das Verschneiden von Obst-, Tisch- und Dessertweinen untereinander ist gestattet. Die Kennzeichnung erfolgt entweder nach den Einzelbestandteilen oder als "Mehrfrucht-Tischwein" bzw. "Mehrfrucht-Dessertwein".
In der Schweiz
Obstwein ist ein ganz oder teilweise vergorener, alkoholhltiger Saft von Äpfeln oer Birnen. Der zu vergärende Kernobstsaft darf auch aus Konzentrat durch Rückverdünnen mit Wasser hergestellt werden. Obstwein darf klar oder trüb sein. Der Alkoholgehalt beträgt zirka 3 bis 4 Vol.-% (gilt für Äpfel und Birnen). Aür Fruchtweine aus Beeren und Früchten, ausgenommen Äpfel, Birnen und Trauben, gelten spezielle Bestimmungen.
Erzeugung
Das gemaischte Obst wird mindestens einen Tag stehen gelassen, damit sich die Aromastoffe aus den Schalen lösen. Dann wird die Maische abgepreßt. Der Most wird vergoren. Als Zusätze sind Zucker und Wasser erlaubt.
Arten:
Abhängig vom Grundmaterial, unterscheidet man folgende Obstweine: Aus Kernobst: z. B. Apfel- und/oder Birnenwein (in Österreich, in der Bundesrepublik Deutschland und in de Schweiz als Most bezeichnet). Der uvergorene, leicht alkholische Apfelmost heißt in Frankreich "cidre", in England und den USA, wo er gleichfalls stark verbreitet ist, "cider" und in Italien "spuma". Aus Steinobst: z. B. Marillenwein. Aus Beerenobst: z. B. Ribisel-, Erdbeer-, Hagebutten- oder Himbeerwein.

SCHAUMWEIN
WEIN

WERMUT
Die Schreibweise "Vermouth" darf nur für italienische und französische Erzeugnisse verwendet werden. Der Ursprung des Wermuts liegt in Turin. Zwei Italiener, der Erfinder d'Alessio und der Händler Carpano, verkauften erstmals 1786 ein solches Getränk. Auch heute noch liegt der Hauptsitz der bekanntesten Exportfirmen in Turin. Neben dem meist süßen italienischen Wemut gibt es den trockenen französischen Wermut. Letzterer eignet sich speziell zum Mixen.
Gesetzliche Bestimmungen:
In Österreich und der Bundesrepublik Deutschland gelten die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen über versetzte Weine bzw. Liköre.
In der Schweiz
Unter Wermut (Wermutwein) ist ein Getränk zu verstehen, das aus Naturwein oder Süßwein, Alkohol, Zucker und einem mit Alkohol, Branntwein, Wein oder Wasser gewonnenen Auszug aug verschiedenen aromatischen Pflanzen oder Pflanzenteilen, insbesondere Wermutkraut, hergestellt ist. Wermut muß mindestens 70 Prozent Wein enthalten. Der Alkoholgehalt darf nicht weniger als 15,5 Vol.-% und nicht mehr als 18 Vol.-% betragen.
Erzeugung:
Wermut wird aus mindestens 75 Prozent Grundwein unter Zusatz von Mistella ("stumm" gespritetem Traubensaft), Kräuterextrakten und Zucker hergestellt. Die Kräuter werden in Alkohol ausgelaugt. Dabei überwiegt das Wermutkraut, das dem Getränk seinen typischen, leicht bitteren Geschmack verleiht. Daneben werden Wacholder, Ysop, Orangen- und Zitronensschalen, Anis und Sternanis, Zimt, Koriander, Nelken, Melisse, Kamille und Salbei beigegeben.
Zunächst werden eventuelle Trubstoffe mit Gelantine gebunden und herausgefiltert. Dann folgt eine Erhitzung auf 70° C, um die Mikroorganismen abzutöten. Schließlich wird alles wieder einige Tage auf Minusgrade abgekühlt, um den Weinstein und andere unerwünschte Stoffe auszusondern. Die monatelange Lagerung in Fässern verleiht dem Wermut seine letzte Reife. Alle diese Prozesse sind für ein "rundes", "stabiles" Getränk erforderlich, das sowohl große Hitze in heißen Ländern als auch Kühlschranktemperaturen aushält. Bei Wermut gibt es eine Reihe von Zusatzbezeichnungen, nach Geschmack und Farbe.
Secco, extra dry, sehr trocken: hellgelb Blanco, süß: dunkles Gelb Rosé, halbsüß: rosé Rosso, süß: rotbraun Amaro, bitter-süß: rotbraun
Bekannte Wermutmarken:
Cinzano, Martini, Gancia, Punt è Mes (Carpano), Mirafiore, Ricardonna (alle Italien); Noilli Prat, Chambéry, Nugue Richard, Picon, Napoléon (alle Frankreich); Stock, Lindherr, Verdino (alle Österreich).

WHISK(E)Y
Das Wort Whisk(e)y stammt aus dem Gälischen und ist eine Abkürzung des Wortes, uisge beatha" oder, usquebaugh". Es ist gleichbedeutend mit Lebenswasser, entsprechend dem lateinischen Aquavit (aqua vitae") und dem französischen, eau-de-vie". Whisk(e)y ist der bedeutendste Getreidebrand und kommt ursprünglich aus Schottland und Irland. Früher wurde er nur aus Gerste und Hafer hergestellt, heute werden auch Weizen, Mais und Roggen zur Herstellung verwendet.
Nach dem Oxford-Dictionary sind die beiden Schreibweisen Whisky und Whiskey zugelassen, wobei die Schreibweise mit, e" ursprünglich den Irischen Whisk(e)y vom schottischen unterscheiden sollte. Heute wird in Kanada und in den USA hauptsächlich, aber nicht ausschließlich die Schreibweise mit, "e" verwendet.
Gesetzliche Bestimmungen
In Österreich
Echter Edelbrand aus Getreide (Roggen, Weizen, Gerste, Mais) mit einem Mindestalkoholgehalt von 40 Vol.-%.
Echte Edelbrände aus Getreide sind:
- Malt Whisky (Scotch) und
- Malt Whisk(e)y (Irich, Bourbon).
Gestreckter Edelbranntwein aus Getreide mit einem Mindestalkoholgehalt von 40 Vol.-%.
Gestreckte Edelbranntweine aus Getreide sind:
- Import-Whisk(e)y (Blended) und
- Whisky österreichischer Erzeugung, wobei mindestens 30 Prozent des Alkoholgehaltes aus Malz sein müssen, der Rest ist Monopolalkohol.
In der Bundesrepublik Deutschland
Trinkbranntwein aus Getreide (Roggen, Weizen, Gerste, Mais) mit einem Mindestalkoholgehalt von 40 Vol.-%.
Dazu zählen:
- deutscher Whisky
- Scotch Whisky
- Canadian Whisk(e)y
- Irich Whisk(e)y und
- Bourbon Whisk(e)y.
In der Schweiz
Trinkbranntwein aus vergorener Maische von Körnerfrüchten (meist Gerste Roggen oder Mais) mit einem Mindestalkoholgehalt von 40 Vol.-%. Er unterscheidet sich vom Kornbranntwein durch einen charakteristischen Geschmack, der durch die Art der Rohstoffe, deren Behandlung und Verarbeitung (vor allem durch eine leichte Räucherung für Scotch Whisky) bedingt ist. Whisky jeder Art muß bei der Einfuhr von einem Ursprungszeugnis und einem Attest des Ursprungslandes begleitet sein, mit welchem ein Mindestalter vin drei Jahren bescheinigt wird. Whisky darf nur unter dem Namen des Ursprungslandes in den Verkehr gebracht werden.
Erzeugung
Mälzen
Das Getreide wird nach Größe sortiert, gereinigt, in Wasser eingeweicht und anschließend gekeimt. Dabei wird auch das Ferment Diastase Stärke in vergärbaren Zucker umgewandelt, und es entsteht das sogenannte Grünmalz. Dieses wird getrocknet und danach geschrotet.
Maischen
Das geschrotete Malz wird in Maischbottichen unter ständigem Umrühren mit heißem Wasser vermischt (Maische). Dabei werden die zuckerhältigen Teile von den übrigen Malzschrotteilen gelöst. Anschließend wird diese zuckerhältige Flüssigkeit vin den festen Malzbestandteilen getrennt
(Würze).
Gären
Die Würze wird in Gärbottiche, deren Fassungsvermögen zwischen 9.000 und 50.000 Litern liegt, gegeben. Durch Zusatz von natürlicher Hefe wird der Zucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt (vergorene Würze). Man bezeichnet das als Sweet- oder Mellow-mach-Verfahren. Hier werden der Würze neben der Hefe die Maischrückstände aus dem vorangegangenen Gärprozeß zugesetzt. Dadurch wird der Gärvorgang beschleunigt. Nur beim American Whisk(e)y wird das Gärverfahren auf dem Etikett vermerkt.
Destillation
Destilliert wird die vergorene Würze zu Whisk(e)y entweder nach dem Pot-still-Verfahren oder nach dem Patent-still-Verfahren. Diese beiden Formen der Destillation werden unterschiedlich angewendet.
Lagerung
Das Destillat wird in neue Eichenfässer oder alte Sherry-bzw. Portweinfässer gefüllt und sollte mindestens drei Jahre gelagert werden. Spitzenprodukte lagern zwölf und mehr Jahre.
Arten
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen
Unverschnittenem Whisk(e)y - Straight Whisk(e)y - Unblended Whisk(e)y - er ist ein reines, also unverschnittenes Produkt -und Verschnittenem Whisk(e)y - blended Whisk(e)y - er Besteht aus Malt Whisk(e)y und Grain Whisk(e)y. Nach dem Herkunftsland unterscheidet man folgende Sorten:
Scotch Whisky
Irish Whisk(e)y
American Whisk(e)y
Canadian Whisk(e)y
SCOTCH WHISKY
Die Heimat des Whiskys ist Schottland.
Dem Mönch John Cor wird die erste Erzeugung eines whiskyähnlichen Getränkes aus Gerstenmalz im Jahre 1294 zugeschrieben. Im frhen Mittelalter war dieses Getränk als Heilmittel bekannt. Bis zum 16. Jahrhundert konnte jeder seine Gerste ohne Einschränkung destillieren. Um 1550 wurde jedoch ein Gesetz erlassen, das allen Bürgern in der Zeit vom 1. Oktober bis 1. Dezember die Herstellung verbot. Ausgenommen waren Edelleute, die aus eigenen Gerstevorräten für ihren persönlichen Bedarf, aqua vitae" brennen durften. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde eine Whiskysteuer eingeführt. Für jede Gallone (viereinhalb Liter) mußten zwei Pennies bezahlt werden. In dieser Zeit entstanden auch die sogenannten Moonshine-Brennereien, einsam gelegene Schwarzbrennereien, von denen heute noch einige existieren.
Nach dem britischen Steuergesetz darf nur in Schottland hergestellter Whisky als Scotch bezeichnet werden. Er muß nach dem geltenden Bestimmungen für Trinkbranntwein und nach einem bestimmten Verfahren hergestellt werden und mindestens drei Jahre gelagert werden. Die Lagerung erfolgt in Portwein- oder Sherryfässern. Bei Spitzenerzeugnissen kann die Lagerdauer bis zu dreißig Jahre betragen. Das auf dem Etikett angegebene Alter bezieht sich immer auf das jüngste Whiskydestillat, das zum Verschneiden verwendet wurde. Für die Herstellung und die weltweite Verbreitung von schottischem Whisky sind folgende Whiskyhersteller noch bis heute von Bedeutung: die Firmen Haig, Dewar, MacDonald, Walker, Mackie, Buchanan, Smith, Teacher und Sanderson. Schottischer Whisky hat als einziger Whisky den typischen Rauchgeschmack der beim Darren des Gerstenmalzes über offenem Torffeuer entsteht. Ferner sind für die Güte des schottischen Whiskys die reine, würzige Luft und das weiche, klare Berg- und Moorwasser von größter Bedeutung.
MALT WHISKY (MALZ-WHISKY)
Das ist die ursprüngliche Form des Whiskys. Er besteht aus reiner Gerste die man zum Keimen bringt (Malz). Er ist daher ein Straight Whisky (unverschnittenes Produkt). Der Malt Whisky wird im Pot-still-Verfahren durch zweimalige Destillation hergestellt. Danach wird er mindestens drei Jahre in Eichenfässern oder alten Sherry- bzw. Portweinfässern gelagert. Spitzenprodukte lagern zwölf und mehr Jahre. Straight Malt Whisky kann unter folgenden Bezeichnungen auf den Markt kommen: Single Malt, Pure Malt, All Malt, Unblended Malt, Rare All Malt und Rare Old Malt. Diese Bezeichnungen sind aber nur dann zulässig, wenn das Malz aus einer einzigen Destillerie kommt, d.h., wenn er unverschniten ist. Die Bezeichnung Vatted Malt bedeutet, daß der Whisky zwar aus reinen Malz-Whiskys hergestellt wird, diese aber aus verschiedenen Destillerien kommen. In den verschiedenen Gegenden werden unterschiedliche Malt-Whisky-Arten
erzeugt.
a) Highland Malt
Das ist ein Sammelbegriff für alle Produkte, die nördlich der Trennlinie von Greenock im Westen und Dundee im Osten Schottlands hergestellt werden. Er hat das am feinsten ausgeprägte Aroma aller Malt Whiskies und gilt daher als beste Sorte. Die bekanntesten Brennereien in den Highlands sind in Speyside, Glenlivet, - Glenlivet, The Glenlivet, Aberfeldy, Balmenach, Banffshire und Clynelish. Eine Sonderstellung unter der Highland-Malt-Whiskies nimmt der Eastern Malt ein. Er ist durch einen besonders ausgeprägten Torfgeschmack charakterisiert. Zu den Eastern Malts zählen: Glenrothes, Tamnavulin Glenfiddich, Cardow, Glen Elgin und Highland Park.
b) Lowland Malt
Das ist ein Sammelbegriff für alle Produkte, die südlich der Trennlinie von Greenock im Westen und Dundee im Osten Schottlands als Malt Whisky hergestellt werden. Der Lowland Malt hat einen leichteren, milderen Torfgeschmack als der ausden Highlands. Er wird daher sehr gerne mit Grain Whisky zum Blended Scotch Whisky verschnitten.
c) Island Malt
Diese Whiskies werden auf den Inseln Skye, Mull, Orkney, Jura und Islay hergestellt.
Der Islay Malt Whisky nimmt eine Sonderstellung ein, da er der kräftigste aller Malt Whiskies ist.
d) Campbeltown Malt
Er stammt von der Halbinsel Kintyre mit zwei bekannten Whiskybrennereien die weiche, milde Highland Malt Whiskies mit ganz leichtem Torfgeschmack herstellen.
GRAIN WHISKY (KORN-WHISKY)
Er besteht aus verschiedenem Getreide (Roggen, Hafer) und wird im Patent-Still-Verfahren durch kontinuierliche Dewstillation hergestellt. Er stammt hauptsächlich aus den Lowlands. Der Grain Whisky ist mild und leicht und hat wenig Farbe. Er wird hauptsächlich zum Verschneiden verwendet (Blended Scotch Whisky). Es gibt nur wenige Grain Whiskies, die in Flaschen abgefüllt in den Handel kommen.
IRISH WHISK(E)Y
Irischer Whisk(e)y wurde angeblich schon im 11. Jahrhundert von irischen Mönchen hergestellt. Urkundlich erwähnt wird er jedoch erst in der Mitte des 18.Jahrhunderts. Die Whisk(e)yerzeugung in Irland ist damit ebenso alt wie die schottische. Der Unterschied liegt in den verwendeten Grundmaterialien. Gerste, Weizen, Hafer und Roggen, manchmal auch Zuckerrohrmelasse werden zur Herstellung verwendet. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts waren in Irland an die 2.000 Destillerien beheimatet; die Zentren der Herstellung waren Cork, Dublin, Belfast, Tullamore, Kilbeggan Kineadine, Lochrine und Dodderbank. Zu diesem Zeitpunkt waren zwei renommierte Whisk(e)ydynastien maßgeblich für den Aufschwung von irischem Whisk(e)y verantwortlich - nämlich die Familie Haig aus Schottland und die Familie Jameson aus Irland. Heute ist die Whisk(e)yerzeugung Irlands zentralisiert. In unmittelbarer Nähe von Dublin befindet sich die Zentraldestillerie, die alle auf dem Markt befindlichen irischen Whisk(e)ymarken nach den Rezepten der Besitzer herstellt. Destilliert wird irischer Whisk(e)y ausschließlich im Pot-Still-Verfahren durch dreimalige Destillation. Die Pot-Stills (Kupferkessel) haben in Irland mehr als das Doppelte an Fassungsvermögen, als es in Schottland üblich ist. Diese beiden Faktoren, nämlich die dreimalige Destillation und das Fassungsvermögen der Pot-Stills, ergeben einen weiteren Unterschied zum schottischen Whisky. Die Mindestlagerdauer für irische Whiskys beträgt drei, meistens jedoch zehn oder zwölf Jahre. Gelagert werden sie in Sherry-, Bourbon-, Rum- oder amerikanischen Eichenfässern aus weißer Eiche. Nach der Lagerung wird der Whisk(e)y verschnitten, und zwar aus Whiskys aus verschiedenen Fässern. Dies entspricht dem sogenannten Vatting in Schottland. Hierbei werden hervorragende Qualitäten mit individueller Note in Farbe und Geschmack gewonnen. Dieser Verschnitt kommt unter dem Namen Irish Whisk(e)y auf den Markt. Irish Whisk(e)y hat einen milderen und salzigeren Geschmack als Scotch, da hier wie auch beim amerikanischen und beim kanadischen Whisk(e)y das Malz nicht über Torffeuer gedarrt wird. In den letzten Jahren wurde wegen der gestiegenen Nachfrage ein neues Verfahren entwickelt. Dabei wird beim Mischprozeß dem faßgereiften Whisk(e)y Alkolhol aus anderen Getreidearten beigegeben. Diese Produkte müssen als Blended Irish Whiskies bezeichnet werden.
AMERICAN WHISK(E)Y
Unter dieser Bezeichnung werden alle in Amerika erzeugten Whisk(e)yarten geführt. 1640 ist ein gewisser Hendriksen urkundlich erwähnt, der auf Anordung der holländischen Kolonie in den USA Whisk(e)y brannte. Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde von schottischen und irischen Auswanderern Whisk(e)y in größeren Mengen hergestellt. Im Laufe der Zeit begann man als Grundmaterialien nicht nut Gerste, sondern auch Mais und Roggen zu verwenden, die in Amerika, bedingt durch die Klima- und Bodenverhältnisse, gediehen. So entstanden eigene Whisk(e)ysorten: der Bourbon und der Rye Whisk(e)y. Diese Whiskys haben eine Mindestlagerzeit von drei Jahren. Sie werden in angekohlten Fässern aus 100- bis 300jähriger weißer Eiche gelagert. Diese Fässer dürfen nur einmal verwendet werden. Die wichtigsten und bekanntesten amerikanischen Bundesstaaten, die Whisk(e)y erzeugen, sind Maryland, Alabama. Kentucky und Tennessee.
AMERICAN STRAIGHT WHISK(E)Y
a) Rye Whisk(e)y ist ein Destillat aus einer gemaischten Getreidemischung mit einem Mindestanteil von 51 Prozent Roggen. Er wird im Patent-still- Verfahren hergestellt.
b) Bourbon Whisk(e)y ist ein Destillat aus einer gemaischten Getreidemischung mit einem Mindestanteil von 51 Prozent Mais. Er wird im Pot-still-Verfahren hergestellt. Straight Bourbon Whisk(e)y wird mit 40 und 62 Vol.-% Alkoholgehalt erzeugt. Die Getreidemischung muß mindestens 51 Prozent und darf höchstens 79 Prozent Mais beinhalten. Destilliert wird der amerikanische Straight Bourbon Whisk(e)y im Pot-still-Verfahren, jedoch nur in einer einmaligen Destillation. Er wird sowohl im Sour-mash-Verfahren als auch im Sweet-mash-Verfahren (Mellow-mash) hergestellt.
Blended Bourbon Whisk(e)y ist eine Mischung aus verschiedenen Bourbon Whiskies mit einem Mindestanteil von 51 Prozent Straight Bourbon (unverschnitten). Beim Blended Straight Bourbon Whisk(e)y dürfen ausschließlich Straight Bourbon Whiskies vermischt werden.Es dürfen auch keine Geschmacksträger verwendet werden. Dieser Verschnitt ähnelt dem schottischen Vatted Malt.
AMERICAN BLENDED WHISK(E)Y
Dieser Whisk(e)ytyp entstand nach der Prohibition (Alkoholverbot) im Jahre 1934 und ist Verschnitt aus Mais- oder Roggenwhisk(e)y mit Grain-spirit (Alkohol aus Getreide). Darüber hinaus gibt es eine Sonderform des American Whisk(e)ys, den White Whisky. Er ist seit 1970 im Handel und unterscheidet sich auch in der Schreibweise (ohne "e") von den American Whiskies. White Whisky ist ein Trinkbranntwein aus Getreidemischungen. Er wird nicht in Holzfässern gelagert und nimmt daher keine Farbe an, sondern bleibt wasserklar.
CANADIAN WHISK(E)Y
Canadian Whisk(e)y ist ein Sammelbegriff für alle in Kanada erzeugten Whisk(e)yprodukte, die in der Regel aus mehr als 50 Prozent Mais hergestellt werden, wobei aber auch Gersten-, Roggen- und Weizenmalz zulässig sind. Die Erzeugung von kanadischem Whisk(e)y wurde Anfang des 20.Jahrhunderts von englischen, schottischen und irischen Einwanderern begonnen. Canadian Whiskies werden ausschließlich im Patent-still-Verfahren erzeugt. Die kontinuierlichen Destillation wird aber zweimal durchgeführt. Canadian Whisk(e)y wird sofort nach der Destillation mit Grain Whisk(e)y verschnitten und unterscheidet sich so deutlich von allen übrigen Whisk(e)yerzeugnissen. Die Mindestlagerzeit von Canadian Whisk(e)y beträgt vier Jahre. Gute Produkte werden bis zu zwölf Jahre in Eichenfässern gelagert. Die Produktionsstätten und die Anbaugebiete der Getreidearten, die für die Whisk(e)yerzeugung verwendet werden, befinden sich ausschließlich im Süden Kanadas. Der Canadian Whisk(e)y ist heller als der Scotch, Irish oder American Whisk(e)y. Er ist leicht und wird daher sehr gerne für Cocktails verwendet.Canadian Whisk(e)y wird weltweit fälschlicherweise als Rye Whisk(e)y bezeichnet, obwohl in Kanada auch sehr viele Bourbos erzeugt werden.
CANADIAN STRAIGHT WHISK(E)Y
a) Canadian Rye Whisk(e)y ist ein Destillat eine Getreidemischung, deren Hauptbestandteil Roggen sein muß.
b) Canadian Bourbon Whisk(e)y ist ein Destillat einer Getreidemischung deren Hauptbestandteil aus Mais sein muß.
CANADIAN BLENDED WHISK(E)Y ist ein Destillat, das aus gemaischtem und ungemaischtem Getreide hergestellt wird und mit Grain-spirit verschnitten wird.

Wachaugeflüster
Die Firma L.Herout in Krems/Österreich ist eine Schwestergesellschaft des Hauses Bailone. Bailonis Spezialität: Marillenschnäpse. Die Marille (oder Aprikose) zählt zu den wertvollsten Früchten für Obstdestillate und Likörherstellung. Herout produziert den Marillenbrand "Wachaugeflüster" (30 Prozent).

Wacholder
Wacholderbranntweine werden aus Alkohol Korndestillat oder aus Korndestillat mit Zusatz von Wacholderdestillat hergestellt. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 32 Prozent. Wacholdergeist ist ein reines mit Wasser versetztes Wacholderdestillat, der Mindestalkoholgehalt muß 38 Prozent betragen. Dem Wacholder ähnliche Produkte sind Gin (England, USA, Niederlande, Deutschland), Steinhäger (Deutschland), Genever (Niederlande), Kranawitter (Tirol) und Borovicka (Karpaten/Slowakei).

Walker's de Luxe
Walker's de Luxe ist ein acht Jahre alter Straight Bourbon Whiskey von der 1858 in Kanada gegründeten Distillery Hiram Walkoer & Sons Inc. (Hauptmarke: Canadian Club); er wird in Peoria/Illinois in einer der größten Destillerien der Welt hergestellt. Alkohol: 40 Prozent.

Wash-still
Würzblase;erster Destillierkessel im Pot-still-Verfahren

Weinbrand
Unter den vielen Spirituosen Europas hat der Weinbrand wohl die älteste Geschichte, um 1100 datierte Urkunden aus Italien sind die Belege. Bereits 1321 gibt es in einem deutschsprachigen Dokument den Hinweis auf gebrannten Wein, der damals jedoch als Heilmittel galt und nur in Apotheken verkauft werden durfte. Weinbrand hat heute unter den angebotenen Spirituosen einen hervorragenden Platz, rund ein Viertel der deutschen Spirituosen-Produktion ist Weinbrand. Wein wird in vielen Ländern der Erde gebrannt. Die europäischen Hauptherstellerländer sind Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien. Für den deutschen Markt ist in erster Linie die Eigenproduktion an Weinbrand wichtig; es folgen Cognac und Armagnac aus Frankreich, Brandy aus Spanien und Italien. Die Qualität eines Weinbrands entscheidet sich bei der Auswahl der zum Brennen geeigneten Weine. Denn aus ihnen werden die wertvollen Destillate gewonnen, die für Aroma und Geschmack ausschlaggebend sind. Aber nicht alle Weine eignen sich zum Brennen, und eigenartigerweise sind es nicht die guten Trinkweine, die sich am besten für die Destillation eignen. Die deutschen Weinbrenner decken ihren Bedarf an Brennwein hauptsächlich in Frankreich (in der Charente) und in Italien. Die Destillation bei der Weinbrand-Herstellung erfolgt im wesentlichen in zwei Schritten: Zuerst wird der Rauhbrand hergestellt und dareus dann Feinbrand gewonnen. Der Rauhbrand, er ist das Ergebnis des ersten Brennvorgangs, ist eine Flüssigkeit mit einem Alkoholanteil von rund 40 Prozent. Der Rauhbrand enthält noch unerwünschte Stoffe, die im zweiten Destillationsvorgang abgeschieden werden müssen. Darum ist der zweite Schritt - die Gewinnung des Feinbrandes - der wesentlich schwierigere Arbeitsprozeß. Denn hier will man ein Destillat haben, das bereits den Ansprüchen des späteren Endprodukts entspricht. Die beim zwiten Brennvorgang entstehende Flüssigkeit wird in Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf unterschieden. Für die weitere Verarbeitung konzentriert man sich auf den Mittellauf, denn das ist der eigentliche Feinbrand, das "Herzstück" der Destillation. Dieser Feinbrand, eine wasserhelle klare Flüssigkeit, hat etwa 70 Prozent Alkohol. Für ihn beginnt die Reifezeit zum guten Weinbrand. Der Reifeprozeß vollzieht sich in Eichenholzfässern, dn sogenannten Barriques; sie sind aus dem Holz von Limousin-Eichen gefertigt. Bei hochwertigen Destillaten verwendet man kleine Fässer mit einem Fassungsvermögen von etwa 350 Litern, obwohl das Gesetz Fässer bis zu 1000 Liter Inhalt erlaubt. Das Destillat zeiht aus dem Holz feine Duft- und Aromastoffe erhält daraus den tiefgoldgelben Topaston und entwickelt all jene Eigenschaften, die einen Spitzen-Weinbrand auszeichnen: die volle Blume und den milden, weinigen Geschmack. Die Dauer der Lagerung ist mitentscheidend für die Qualität. Am Ende der Reifezeit tritt noch einmal die Kunst der Brennmeister in den Vordergrund: Aus den Destillaten verschiedener Herkunft und verschiedener Jahrgänge stellen sie harmonische Mischungen zusammen, die in Duft und Geschmack den an das Endprodukt gestellten Qualitätsanforderungen entsprechen. Dafür müssen oft bis zu 25 verschiedene Destillate zusammengeführt werden. Zuerst wird in kleinen Portionen gemischt und dabei ständig verkostet. Erst wenn kein unterschied mehr zum vorgegebenen Qulitätsstandard erkennbar ist, wird im entsprechenden Mischungsverhältnis der Weinbrand hergestellt und auf die gesetzlich festgelegte Trinkstärke von mindestens 38 Prozent herabgesetzt. Das Weingesetz schreibt für Weinbrand unter anderem vor, daß er mindestens sechs Monate (bei Altershinweisen: zwölf Monate) in Eichenholzfässern gelagert haben muß.

Weißer
Andere Bezeichnung für -Klarer


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